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Althochdeutsches Wörterbuch

Projekt der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Projektleitung: Prof. Dr. Hans Ulrich Schmid

Das „Althochdeutsche Wörterbuch“ hat zum Ziel, das gesamte erhaltene Wortgut des frühestbezeugten Deutschen aus allen Textsorten zu erfassen und zu erschließen. Es stützt sich dabei auf das von Elias von Steinmeyer (1848–1922) begründete und seither kontinuierlich aktualisierte Archiv mit etwa 750 000 Belegzetteln, in dem alle Wortformenbelege von den Anfängen deutscher Schriftlichkeit im 8. Jh. bis zu Spätbelegen des 13. bis 15. Jh. aus kritischen Editionen zusammengeführt sind. Die Belege stammen aus allen deutschen Mundarten, vom alemannisch-bairischen Süden über die verschiedenen Teile des Fränkischen bis hin zum Niederdeutsch-Altsächsischen. Einsprengsel in lateinischen Rechtstexten sind zurückgestellt. Das komplexe Wörterbuchkonzept mit der akribischen Arbeitsmethodik geht auf Elisabeth Karg-Gasterstädt (1886–1964) und Theodor Frings (1886–1968) zurück. Es strebt größte Bearbeitungstiefe und umfassende Aussagefähigkeit zu allen sprachhistorischen Fragestellungen an, um der historischen Lexikographie des Deutschen ein grundlegendes, langfristig dienliches Forschungsinstrument bereitzustellen. Die überlieferten Wortformen werden normalisierten Ansätzen zugeordnet und unter Einbeziehung der zugehörigen Kontexte lautlich, grammatisch, semantisch und syntaktisch beschrieben. Alle Belegstellen sind interpretiert und vollständig aufgelistet, wobei die Kontexte je nach Aussagefähigkeit oder Schwierigkeit in Auswahl zitiert sind, um die Gebrauchsweise(n) eines Wortes zu illustrieren und nachprüfbar zu machen. Durch systematische Bezugnahme auf Wörterbücher der anderen altgermanischen und der jüngeren deutschen Sprachstufen wird die Verbreitung und Entwicklung eines Wortes dokumentiert. Abgesehen von der Darstellung der einzelnen Stichwörter werden auch Wortschatzstrukturen sichtbar gemacht.

Neben philologischen Informationen gibt das „Althochdeutsche Wörterbuch“ auch Aufschlüsse über die Zeit der Karolinger, Ottonen und nachfolgender Herrschergeschlechter, als die deutsche Kultur und Sprache durch die Aneignung von Antike und Christentum und die enge Beziehung zum romanischen wie zum irisch-angelsächsischen Kulturkreis ihr besonderes Gepräge erhielten.

Von den geplanten neun Bänden sind die Bände I bis V (A–L) erschienen. Die Bände I bis IV (A–J) sind als Reprint erhältlich. Die Arbeiten am Bd. VI (M–N) sind im Gange.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.