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Thüringisches Wörterbuch

Projekt der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Projektleitung: Dr. Susanne Wiegand

Im Dezember 2005 wurde nach langjähriger Sammelarbeit und Publikationstätigkeit das sechsbändige Thüringische Mundartwörterbuch abgeschlossen.

Als Unternehmen des Vereins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde in Jena im Jahre 1907 gegründet, von zwei Weltkriegen unterbrochen, ab 1930 als Landesstelle für thüringische Mundartforschung und ab 1951 als Institut für Mundartforschung an der Universität Jena weitergeführt, haben an dem Thüringischen Wörterbuchprojekt im Laufe seiner 100-jährigen Geschichte viele Forschergenerationen gearbeitet.

Es wurden ca. 1,5 Millionen thüringische Dialektwörter vorwiegend durch schriftliche Befragungen in nahezu allen thüringischen Orten und durch mündliche Erhebungen der Jenaer Mundartforscher, aber auch durch zahlreiche Einzelbeiträge aus der dialektinteressierten Öffentlichkeit gesammelt.

Träger des Projektes waren neben der Friedrich-Schiller-Universität Jena in den ersten Jahren der Publikation die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, später die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Nun liegt als Ergebnis dieser personellen und materiellen Anstrengungen ein wissenschaftlich fundiertes Wörterbuch der thüringischen Mundarten vor. Es umfasst 6 Bände und enthält 148 Sprachkarten. Die alphabetisch angeordneten Wortartikel informieren über Wortbedeutung, Wortform, Wortherkunft sowie über die grammatische und stilistische Verwendungsweise. Der Wortgebrauch wird an neutralen Beispielsätzen, aber auch an Sprichwörtern und Redensarten, Kinderreimen, Bräuchen und abergläubischen Vorstellungen aufgezeigt.

Sofern er interessante mundartliche Bezeichnungen enthält, wird auch der fachsprachliche Wortschatz im Thüringischen Wörterbuch präsentiert. Hierbei ist die Sprache der Sonneberger Puppenmacher ebenso vertreten wie die der Lauschaer Glasbläser, der Steinbacher Messerproduzenten, unter anderem auch die Fachsprache der thüringischen Porzellanhersteller, Korbmacher und Hausbrauer.

Wortgeographische Zusammenhänge werden dem Leser durch Wort- oder Lautkarten verdeutlicht, die den Wortartikel zuweilen illustrieren. Zahlreiche Abbildungen dienen ebenso der Veranschaulichung und führen den Leser unter anderem in die alte Welt des bäuerlichen Lebens mit seinem traditionellen Handwerk.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage der Arbeitsstelle Thüringische Dialektforschung.